Der Wienerwald

 

Zur Geschichte des Wienerwaldes

 

Bereits die Römer nutzten den Wienerwald. Sie nannten das Gebiet "mons cetium". Der Hauptanteil des heutigen Wienerwalds wurde im 11. Jahrhundert an die Babenberger verliehen und diente als landesfürstliches Jagdgebiet. Die erste lateinische Bezeichnung "silva Viennensis" ist urkundlich im Jahre 1332 erwähnt. Die deutsche Namensform "Wienner Waldt" findet man erstmals im Jahre 1368. Lange Zeit hatte der Wald vor allem Bedeutung als Brennholzlieferant sowie als Lieferant von Bau- und Werkholz und Holzkohle für die aufstrebende Stadt Wien.


Im 17. Jahrhundert stieg die Nachfrage nach Kohlholz. An Wienerwald-Straßen wurden daraufhin "Mautstellen" eingerichtet, um Holzdiebstahl zu verhindern. Mit der Industrialisierung im 18. und 19. Jahrhundert stieg der Holzbedarf weiter. Es wurde besonderes Augenmerk auf eine sorgfältige Waldwirtschaft und Aufforstung abgeholzter Gebiete gelegt (allgemeine landesfürstliche Waldordnung von 1785). Von 1811 bis 1857 stand der Wienerwald unter einheitlicher Planung und Leitung. Das hatte eine deutliche Verbesserung des Waldzustandes zur Folge.

Mit Beginn des 19. Jahrhunderts wurde der Wienerwald zum beliebten Ausflugsziel. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gab der kaiserliche Hof große Teile des Wienerwaldes an Schlägerungsfirmen zur Abholzung frei, um die Kassen zu füllen. Erst nach einer mehrjährigen Medienkampagne gelang es Josef Schöffel, Bürgermeister von Mödling, die Schlägerungen zu stoppen.

Impressionen aus dem Wienerwald

Nur wenige Großstädte neben Wien können sich glücklich schätzen, so ein intaktes Naturparadies wie den Wienerwald vor ihren Toren zu haben. Ein besonderer Reiz dieser Region besteht aus der Einzigartigen Kombination von energiespendender Natur und den facettenreichen Angeboten der in nur 25 Minuten erreichbaren Bundeshaupt-stadt. Durch die ideale Lage der Steinberger Hotels können Sie:

  • mit Leichtigkeit das einzigartige Flair Wiens erleben
  • das abwechslungsreiche Kultur- und Vergnügungsangebot in vollen Zügen genießen und
  • sich in das bunte oder gediegene Nachtleben stürzen.

Beethovens Neunte

 

Ludwig van Beethoven übersiedelte 1792 nach Wien. Neben mehr als dreißig wechselnden Wohnungen in der Hauptstadt bezog er häufig in Niederösterreich Quartier – so auch mehrmals in Baden und Mödling. In Baden komponierte Beethoven unter anderem den 4. Satz seiner 9. Symphonie mit der „Ode an die Freude", die heute als Europahymne bekannt ist.

 

Außerdem sollen in Baden Teile der „Missa Solemnis" entstanden sein, die in der Originalpartitur vom Komponisten mit den Worten „Von Herzen – möge es wieder zu Herzen gehen" untertitelt wurde. Der Wienerwald war es auch, der mit seinen Klängen der Natur den großen Komponisten beim Schaffen seiner 6. Symphonie, der „Pastorale“, inspirierte – daher wird diese Symphonie auch als die „Wienerwald-Symphonie“ bezeichnet.

Die Sage vom Milchrahmstrudel

 

In Breitenfurt wohnte einst ein Wirt, ein gewisser Franz Stelzer, der ein kleines Gasthaus in der Nähe des Friedhofes besaß und der ein recht aufgeweckter Bursche war. Seine große Leidenschaft aber galt dem Glückspiel, jede Lotterie sponserte er und Karten spielen konnte er nächte- und tagelang. In seiner unmittelbaren Nachbarschaft stand das Schloss Breitenfurt, das ein Hofgünstling vor vielen Jahren dort errichtet hatte. Nun wurde das Anwesen Stück für Stück verkauft.


Und so kam es, dass eines Abends ein merkwürdiger Mann die Gaststube unseres Wirtes betrat und einen Becher Wein bestellte. Nach kurzer Zeit hatte sich zwischen den zwei Männern ein Gespräch entwickelt, und der Franzl hatte erfahren, dass der Fremde gerade die Meierei des ehemaligen Schlosses gekauft hatte. Allerdings bedauerte der Fremde bereits jetzt seinen Kauf, weil er nicht wusste, was er mit den Kühen anfangen sollte.
Der Wirt lachte schelmisch und sagte: „Na, dann spielen wir doch Karten um die Meierei. Mein Wirtshaus setz ich dagegen, na, was ist?" Der Fremde war einverstanden und nur eine Stunde später hatte der Wirt die Meierei gewonnen. Es wurden noch etliche Becher Wein getrunken, und als der Fremde mit einem gewaltigen Rausch die Gastwirtschaft verließ, ging bereits die Sonne auf.


Vom Wein schwer gezeichnet legte sich Franz ins Bett und schlief sofort ein. Er hatte einen merkwürdigen Traum. Seine tote Mutter stand plötzlich vor ihm und sagte: „Franzl, ich weiß, dass Dir jetzt die Meierei gehört, und dass du dir Sorgen machst wegen der vielen Milch. Hör auf mich, und du wirst ein reicher Mann werden!" Dann nahm sie den Franz bei der Hand und führte ihn in die Küche. Dort begann sie unverzüglich einen Strudelteig zu kneten und eine Masse aus Butter, Eiern, Rahm und ein paar anderen Zutaten herzustellen. Diese Masse strich sie auf den Strudelteig, bestreute sie kräftig mit Rosinen und rollte den Teig ein. „Siehst du, Franzl, so musst du das machen. Jede Portion wird jetzt bei Bedarf vom Strudel abgeschnitten, in eine feuerfeste Form gelegt, mit Milch übergossen und im heißen Rohr gebacken. Die Gäste werden begeistert sein. Nenn dieses Gericht den „Breitenfurter Milchrahmstrudel“. Mit diesen Worten verschwand die Mutter.


Als der Franzl am Morgen erwachte, brummte ihm mächtig der Schädel. Ganz langsam erinnerte er sich an die vergangene Nacht, an das glückliche Kartenspiel und an den Traum. Aber furchtbar, er hatte vergessen, wie seine Mutter den Strudel zubereitet hatte. Es wollte ihm nicht mehr einfallen, die Zutaten hatte er vergessen und auch den Namen der Speise. Trübsinnig saß er in seinem Bett und betete zu Gott um die rettende Eingebung, als plötzlich seine Frau im Schlafzimmer stand.
In ihrer Hand hielt sie ein Gefäß aus Steingut, aus dem sie mit einem großen Löffel aß. „Sag einmal Franzl, was hast du denn da gestern gekocht, das schmeckt ja so himmlisch!" Der Franzl rannte sogleich in die Küche, und wirklich, auf dem Küchentisch lag noch die ganze Rolle von dieser herrlichen Speise, die seine Mutter in seinem Traum gemacht hatte.


Und als er sich ein wenig umsah, bemerkte er einen Zettel, auf dem in der ihm so vertrauten Handschrift seiner lieben Mutter das Rezept niedergeschrieben war, und ganz oben auf dem Blatt stand: Der Breitenfurter Milchrahmstrudel. Da weinte der Franzl ein paar Dankestränen. Und die Mutter sollte recht behalten. Der Franzl wurde durch den Breitenfurter Milchrahmstrudel ein reicher und angesehener Mann, und wenn ich mich recht entsinnen kann, wurde er sogar Bürgermeister von Breitenfurt. Dem Milchrahmstrudel aber hatte er alles zu verdanken.

 

zum Breitenfurter-Milchrahmstrudel-Rezept

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